WordPress und ich in 2011

Habe soeben WordPress erfolgreich auf die aktuellste Version aktualisiert und wie es ausschaut, funktioniert noch alles.

Ich hab mir die letzten Monate neben der Einarbeitung in den neuen Job auch Gedanken gemacht, ob und wie ich das Blog weiterführen soll. Das Blog wird auch weiterhin unter Zeitmangel leiden, aber ich will es auf jeden Fall behalten und ab und zu daran rumtüfteln. Allein um unsere Entwickler ab und zu mal besser zu verstehen ;-)

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Der Fußball – Objekt der Begierde

Wow, da wollte ich eigentlich die Pressekonferenz aus Südafrika schauen und landete bei folgender Präsentation auf DFB-TV.
Ja, die Bundesliga hat jetzt auch ihren eigenen Ball namens Torfabrik, dramatisch inszeniert und durch bekannte Fußballgrößen präsentiert. Was ein Spektakel um ein Stück Leder, äh Polyethylenschaum. War das schon immer so? Ich habe mich schlau gemacht auf Wikipedia:

WM Bälle: Telstar (1970), Telstar-Chile (1974), Tango (1978), Tango España (1982), Azteca (1986), Etrusco Unico (1990), Questra (1994), Tricolore (1998), Fevernova (2002), +Teamgeist (2006), Jabulani (2010)

EM Bälle: Tango Mundial (1984), Tango Europa (1988), Etrusco Unico (1992), Questra Europa (1996), Terrestra Silverstream (2000), Roteiro (2004), EUROPASS (2008)

Africa Cup of Nations: wawa aba (2008)

Bundesliga: Torfabrik (2010/11)

Mir war nicht klar, dass es schon vor +Teamgeist regelmäßig DEN Ball für Meisterschaften gab. Oder fehlte da einfach die entsprechende Marketing-Maschinerie? Die, so habe ich das Gefühl, wurde erst 2006 zum +Teamgeist so richtig angeworfen und aus einem eher unspektakulären Gegenstand, der nun mal notwendig ist, wurde ein Objekt der Begierde.
Über die Jahrzehnte wurde das Runde ständig verbessert. Aus dem durch’s Wasser schwer gewordenen Lederei, wurde ein Hightech-Sportgerät mit “besonders hoher Energierückgabe” (Questra) bis hin zur fast “perfekten Kugel” (+Teamgeist). Und seit 2006 erhält ach das Spielgerät endlich die Anerkennung, die es verdient. Und adidas verkauft damit aus Versehen Ball um Ball. Waren es 2004 noch 6 Mio. Roteiros, erreichte der +Teamgeist mit 15 Mio. Verkaufsrekord (Quelle).
Respekt vor dieser Leistung! Da hat sich jemand Gedanken gemacht, Potenzial erkannt und das ganze perfekt inszeniert und emotional aufgeladen. Ich geh mir jetzt einen Jabulani kaufen, der ja wohl maßgeblich für die bisher dürftigen Favoriten-Leistungen Verantwortlich ist.

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Verkaufsaktion über URL-Shortener und Social Media

Über eine neue Spielerei habe ich soeben bei Seth’s Blog gelesen.

Bei trick.ly lässt sich die eingegebene URL nicht nur kürzen, sondern Sie können sie auch per Passwort schützen. In der Praxis könnte das folgendermaßen aussehen: Erstellen Sie ein spezielles Angebot für Ihre Follower, Fans und RSS-Abonnenten, kürzen Sie die URL der Seite mit trick.ly und verschlüsseln Sie das Passwort mit einer zu Ihrem Shop, Produkt oder Anlass passenden Gewinnspielfrage.
Probieren Sie es gleich mal aus. Mein aktuelles Lieblingsbuch finden Sie unter: http://trick.ly/3h3, als Passwort dient mein twitter-Name.

ABER: Nur weil Social Media schnell und günstig ist, sollten auch dabei Zielgruppe und Ziele festgelegt werden. Sind Sie sich im Klaren wen und was Sie erreichen wollen?

Ich freue mich über Ihre Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte aus der Praxis.

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Verstehen durch Erleben

Oft habe ich das Gefühl, dass mit der EU noch mehr von unseren Steuergeldern verprasst werden. Zum Glück gibt es auch positive Beispiele wie das Experiment Staatsbedienstete aus Europa für eine Woche in die Situation derer zu versetzen mit denen sie tagtäglich – direkt oder indirekt – zu tun haben: Immigranten.

Jetzt bin ich mal Türke – Eine Woche Ausländer auf Probe
Eine WELTWEIT-Reportage von Mareike Wilms und Lena Rumler

Keine Motivation sich anzupassen, die Sprache zu lernen, sich mit den Lebensgewohnheiten der Einheimischen auseinanderzusetzen – das wird Immigranten regelmäßig vorgeworfen. Dass es ein Riesenschritt ist, sich von seiner Heimat zu verabschieden und in einen völlig anderen Kulturkreis zu begeben, wird dabei oft vergessen. Das Wollen dürfte oft auch da sein, aber das Gefühl, das beim Empfang vermittelt wird, erstickt diese Motivation oft im Keim.

Beim Schauen dieser kleinen Doku habe ich wieder gemerkt, wie leicht es sich über Menschen schimpfen lässt, die anscheinend unsere Botschaft nicht verstehen. Wenn Sie gute Kommunikation gestalten wollen, erleben Sie regelmäßig die Empfängerseite. Erst durch das hautnahe Erleben, können Sie auch verstehen, was Ihr Gegenüber empfindet. Viel Erfolg!

Wenn Sie bereits Erfahrungen in diesem Bereich gemacht haben, hinterlassen Sie einen Kommentar. Ich freue mich auf Ihre Berichte.

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Wer macht hier wen zum Affen?

Schauen Sie sich das Bild oben an und beschreiben Sie Ihren ersten Eindruck was mit dieser On-Pack-Promotion erreicht werden soll und wer dieses Ziel hat!

Wir stießen letzte Woche auf der Jagd nach etwas Süßem auf die beklebten Kitkats von Nestlé. “Help!” lautet dort die Aufforderung. Vermutlich unterstützt Nestlé Greenpeace beim Schutz der Orang-Utans und beim Kauf eines Kitkats helfe ich als Konsument auch mit. Nach Bier für den Regenwald und Wasser für neue Brunnen in Afrika, heißt es jetzt halt Süßes für süße Orang-Utans. Kauf ich!

Denkste lieber Konsument! Nestlé verwendet für seine Süßigkeiten Palmöl aus Indonesien. Dafür wird Regenwald abgeholzt und somit der Lebensraum der Orang-Utans immer knapper. Auf Borneo stark gefährdet, auf Sumatra bereits vom Aussterben bedroht. Das erfährt der Kitkat-Käufer allerdings erst beim Besuch der Aktions-Seite von Greenpeace. Nach deren Besuch ist dann auch klar, dass die On-Pack-Promo eine Ambush-Aktion von Greenpeace ist.

Ich kannte als Leser des Greenpeace-Magazins und einiger RSS-Feeds die Problematik rund ums Palmöl. Aber kommt ein neutraler Spontankäufer bis zur Aktions-Seite und liest sich dann noch alles durch? Mich würde es freuen, wenn aufgrund dieser Aktion viele tausend Unterschriften zusätzlich dazu kommen. Aber irgendwie bezweifle ich den Erfolg für Greenpeace. Ich tippe eher auf mehr uninformierte Spontankäufer von Kitkat. Was halten Sie von dieser Aktion? Schreiben Sie mir einen Kommentar und diskutieren Sie mit!

PS: Und auch wenn die Aktion meiner Meinung nach etwas in die Hosen ging, ist die Angelegenheit trotzdem sehr ernst und alle sind herzlich eingeladen bei der Petition zu unterzeichnen – geht auch ruckzuck!

PPS: Und soeben via twitter @Greenpeace erreichte mich folgende Meldung, dass Nestlé auf die Kritik reagiert. Die Masse der Online-Aktivitäten war wohl Ausschlag gebend.

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Mach den Unterschied

Lieber Punk vom Bahnhof Bad Cannstatt,

war ja klar, dass unser Freund und Helfer während des Frühlingsfestes so einen wie dich mit Freude rauszieht und kontrolliert. Und stolz warst du drauf, dass du bei der Kontrolle durch die “Bullen” immer schön Gegenfragen gestellt hast: “Warum wollen Sie meinen Ausweis sehen? Was geht Sie das an? Wo gehen Sie denn jetzt hin?” Hast dich wieder schön quer gestellt gegen die Staatsgewalt. Denen hast du es gezeigt, ha!

Und ein Glück für mich, dass durch deine selbstgefälligen Gegenfragen deine S-Bahn abfuhr ohne dich mitzunehmen. Sonst hätte ich doch glatte deine Geschichte verpasst. Danke!

Klar nutzt unser Freund und Helfer seine Staatsgewalt gerne mal zur eigenen Belustigung, aber wie denkst du hätten die geschaut, wenn ihnen ein Punk freundlich mit einem Lächeln im Gesicht den Perso gezeigt hätte. Vielleicht noch eine nette Frage nach dem bestimmt stressigen Job während des Frühlingsfestes und schwupp wärst du in der S-Bahn und die “Bullen” verdutzt in ihrem Stübchen gehockt. Mach einfach mal den Unterschied – ich glaube an dich!

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Erste Schritte

An meine ersten Schritte kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich muss irgendwann aufgestanden sein, bin anfänglich regelmäßig hingefallen, wieder aufgestanden und irgendwann lief ich aufrecht durch die Welt. Ich machte mir keine Gedanken, ob ich hinfallen könnte. Nach dem Hinfallen wusste ich, ich muss es das nächste Mal besser machen. Zu Entdecken ab es auch immer wieder etwas Neues. Kein großes Ding – oder doch!?

Warum fällt es mir heute über 30 Jahre später so schwer einfach mal ein Blog aufzumachen, loszuschreiben und zu schauen was passiert: zuviel Nachdenken, zuviel Zweifel, zuviel Angst.

Das Blog soll mir helfen die Angst langsam aus dem Weg zu räumen. Motiviert durch Seth Godin’s Linchpin will ich versuchen, meine Gedanken rund um die Themen Kommunikation, Werbung und Marketing in diesem Blog abzuliefern. Es wird nicht einfach und es wird Rückschläge geben. Aber wenn ich nur eine Reaktion erhalte, ist das mehr als wenn ich den Blog nie gestartet hätte.

Ich wünsche nun allen, die hierher finden viel Spaß beim Lesen. Wenn euch ein Beitrag gefällt oder auch nicht, lasst es mich wissen. Ich freue mich über Lob, Anregungen und auch Kritik.

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